PROGRAMM 2026

Bereits zum 13. Mal widmen sich das KLIMA & UMWELT FILMFESTIVAL BADEN aktuellen Themen rund um Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und Biodiversität. Vom Cinema Paradiso Baden gemeinsam mit der Stadtgemeinde Baden und der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu) veranstaltet, bietet das Festival hochkarätige Filme, Diskussionsrunden und den Austausch mit Expertinnen, Filmemacherinnen und jungen Menschen.

 

Als fester Bestandteil des KLIMA & UMWELT FILMFESTVAL BADEN findet bereits zum vierten Mal der internationale Kurzfilmwettbewerb ClimateShorts statt.

ERSTE HIGHLIGHTS


DAS GEWICHT DER WELT

 

D 2025, R+B+Sch: Florian Heinzen-Ziob, K: Enno Endlicher, M: Tim Elzer, mit: Nana-Maria Grüning, Maria Hörhold, Sebastian Seiffert u.a., 95 min.

 

Was tun, wenn man genau weiß, was auf uns zukommt und trotzdem kaum jemand zuhört? Der Dokumentarfilm begleitet drei NaturwissenschaftlerInnen, die sich dieser Frage stellen müssen. Die Glaziologin Maria, der Chemiker Sebastian und die Molekularbiologin Nana erforschen die Folgen der Klimakrise aus nächster Nähe. Alle drei verbindet die Erkenntnis, dass Wissen allein nicht genügt, wenn die Konsequenzen des eigenen Forschungsfeldes immer deutlicher sichtbar werden. Während Maria in die Lokalpolitik geht, Sebastian die Öffentlichkeit sucht und Nana sich bei „Scientist Rebellion“ engagiert, wird deutlich, wie sehr wissenschaftliches Wissen auch persönliche Konsequenzen haben kann.

 

Florian Heinzen-Ziob beobachtet seine ProtagonistInnen mit großer Nähe und ohne Pathos. Entstanden ist eine ebenso persönliche wie hochaktuelle Dokumentation über Wissenschaft, gesellschaftliche Verantwortung und den Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen. Ein Film, der zum Nachdenken anregt, ohne einfache Antworten zu liefern und dabei überraschend hoffnungsvoll bleibt.

  

'Neugierig, unvoreingenommen, mit emotionalem Tiefgang.' - KINO-ZEIT
'Macht Mut zum Handeln. - Unbedingt im Kino anschauen.' - RBB RADIO EINS

 

1.10.26, 19 Uhr, im Anschluss ExpertInnengespräch mit Jasmin Duregger (Greenpeace), Daniel Huppmann (IIASA), Florian Heinzen-Ziob (Regisseur), Moderation: Aga Trnka-Kwiecinski (Uni Wien), Eintritt 14 EUR, CP Card 2 EUR ermäßigt 


Helmut Tschellnig 'The Track Mongolia – Ein Reisebericht'

 

Der Abenteurer und Extremsportler aus Gablitz hat schon viel erlebt. Nach etlichen Läufen durch die größten Wüsten dieser Welt, darunter der Atacama, Sahara und Namib, ist nun die Wüste Gobi dran. The Track Mongolia geht über 520 Kilometer in zehn Tagen, dabei eine zweitägige Königsetappe über 120 Kilometer. Vierzig Teilnehmer sind für das Abenteuer zugelassen, das – abgesehen von der schieren Distanz – über knappe fünftausend Höhenmeter geht. Da wird die Luft dünn, so und so. Weil dann, wie Tschellnig sagt, „auch die Schnellsten bergauf gehen, statt zu rennen“. Im Gegensatz zu seinem letzten Abenteuer (The Track Namibia), wird dieses mal aber weniger geschwitzt – erwarten ihn dieses Mal nur „maximal fünfunddreißig Grad“. Das Abenteuer startet erst im Juni, daher kommt der Reisebericht samt spektakulären Bilder und atemberaubenden Geschichten ganz frisch auf unsere Bühne!

 

4.10.26, 10.30 Uhr, Eintritt 20 EUR, Tageskassa 22 EUR, CP Card 2 EUR ermäßigt

 


DER URKNALL WAR 1 FEHLER

  

Menschen habend es nicht leicht: Wir nehmen die Welt nur gefiltert wahr, interpretieren selektiv und liegen dabei erstaunlich oft daneben. Dazu kommt eine Medienlandschaft, die mit Übertreibungen, verkürzten Zahlen und Schlagzeilen zusätzlich für Verwirrung sorgt. So haben Fake News und Wissenschaftsskepsis leichtes Spiel. Doch wir sind dem nicht ausgeliefert. Mit kritischem Denken, etwas Wissen über typische Denkfehler und einem Blick für seriöse Fakten können wir der Wahrheit zumindest näher kommen, auch wenn es nicht immer bequem ist.

 

An diesem Abend zeigen der Physiker und Wissenschaftspublizist Florian Aigner und der Molekularbiologe Martin Moder, wie Irrtümer entstehen, warum wir uns so leicht täuschen lassen und wie man Unsinn von Wissenschaft unterscheiden kann. Unterhaltsam, pointiert und mit viel Humor geht es durch erstaunliche Fakten, Denkfehler und moderne Mythen, von Wundermitteln bis Klimadebatten. Ein Abend zwischen Wissenschaft, Skepsis und satirischem Blick auf die Realität, mit dem Ziel, einander vielleicht ein bisschen klüger und zumindest ein bisschen weniger falsch informiert zu machen.

 

6.10.26, 19 Uhr, Eintritt Vorverkauf 20 EUR, Tageskassa 22 EUR, Cinema Paradiso Card 2 EUR ermäßigt


SCARS OF GROWTH

 

Ö/D 2024, R+B: Monika Grassl, Linda Osusky, K: Carolina Steinbrecher, Sch: Lisa Zoe Geretschläger, M: Jan Vysocky, mit: Hector Garcia, Karin Kvarfordt Niia, Michael Tost u.a., 90 min.

 

Der europäische Green Deal soll den Weg in eine klimaneutrale Zukunft ebnen. Elektroautos, Windkraft und erneuerbare Energien versprechen Wachstum ohne Emissionen. Doch für diese Technologien werden große Mengen an Rohstoffen benötigt und die sollen künftig verstärkt in Europa abgebaut werden. Genau dort, wo Menschen leben, arbeiten und seit Generationen mit der Natur verbunden sind. Die Dokumentation begleitet Betroffene in Spanien und Schweden, die um ihre Heimat, ihre Lebensweise und ihre Zukunft kämpfen. Während Bergbauunternehmen und PolitikerInnen den Abbau kritischer Metalle als notwendigen Schritt für die Energiewende sehen, wächst vor Ort der Widerstand. Zwischen wirtschaftlichen Interessen, Klimazielen und sozialen Fragen entsteht ein Konflikt, der weit über einzelne Minenprojekte hinausweist.

 

Mit ruhigem Blick und großer Nähe zu seinen ProtagonistInnen untersucht „Scars of Growth“ die Widersprüche der grünen Transformation. Der Film stellt unbequeme Fragen nach den Kosten unseres Ressourcenverbrauchs und danach, wie eine nachhaltige Zukunft gelingen kann, ohne neue Ungleichheiten zu schaffen. 

 

7.10.26, 19.15 Uhr, im Anschluss Claudia Kemfert (Live Zuschaltung), Siegrid Stagl (WU Wien), Florian Maringer (IG Windkraft), Moderation: Markus Mooslechner (Terra Mater), Eintritt 14 EUR, Cinema Paradiso Card 2 EUR ermäßigt


BARBARA BUSER

 

Schweiz 2025, R+B: Gabriele Schärer, Sch: Konstantin Gutscher, K: Peter Zwierko, M: SwissUrbanLändlerPassion, mit: Barbara Buser, Eric Honegger, Daniel Glauser, Valérie Waibel, Laia Sofia Meier u.a., 118 min.

 

Barbara Buser zählt zu den Pionierinnen des nachhaltigen Bauens. Seit Jahrzehnten setzt sich die Basler Architektin dafür ein, bestehende Gebäude zu erhalten, Materialien wiederzuverwenden und neue Formen des Zusammenlebens zu schaffen. Statt Abriss und Neubau setzt sie auf Umbau, Weiterdenken und Kreislaufwirtschaft.

 

Der Dokumentarfilm begleitet Barbara Buser zu ihren wichtigsten Projekten, darunter das Gundeldinger Feld und die Markthalle in Basel. Dabei entsteht das Porträt einer Frau, die konsequent ihren eigenen Weg gegangen ist, in einer Branche, die lange von Männern geprägt war. Ihre Vision von Architektur geht weit über Gebäude hinaus: Es geht um den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, um gemeinschaftliches Handeln und um die Frage, wie wir künftig leben wollen. Neben ihrem außergewöhnlichen Lebensweg zeigt der Film auch die Menschen, mit denen Barbara Buser ihre Ideen verwirklicht hat. So wird deutlich, dass nachhaltige Veränderungen nicht durch Einzelne entstehen, sondern durch Zusammenarbeit, Beharrlichkeit und den Mut, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Ein inspirierendes Porträt einer Architektin, die beweist, dass Zukunft oft dort beginnt, wo andere nur das Ende sehen. 


BLAME – EIN BILDGEWALTIGES PLÄDOYER FÜR DIE WISSENSCHAFT

 

CH 2025, R+Sch: Christian Frei, K: Peter Indergand, Filip Zumbrunn, M: Jóhann Jóhannsson, Marcel Vaid, mit: Dr. Linfa Wang, Dr. Peter Daszak, Dr. Zhengli Shi, Jane Qiu, Philipp Markolin u.a., 123 min.

 

Was passiert, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse auf politische Interessen und eine Öffentlichkeit treffen, die lieber nach Schuldigen sucht als nach Antworten? Der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Christian Frei begleitet drei Forscher, die schon Jahre vor COVID-19 vor einer neuen Pandemie gewarnt hatten und nach dem Ausbruch plötzlich selbst ins Zentrum eines globalen Kulturkampfs geraten. Die Virologin Shi Zhengli, der Molekularbiologe Linfa Wang und der Zoologe Peter Daszak erforschen seit Jahrzehnten Viren, die von Fledermäusen auf den Menschen überspringen können. Als sich ihre Warnungen bewahrheiten, werden sie nicht zu den Gehörten, sondern zu den Angeklagten. Zwischen Medienrummel, politischen Schuldzuweisungen und gezielt gestreuten Falschinformationen müssen sie ihre Arbeit, ihre Integrität und teilweise sogar ihre Existenz verteidigen.

 

Blame ist kein Film über die Pandemie allein. Es ist ein ebenso spannendes wie beunruhigendes Porträt einer Welt, in der Fakten zunehmend unter Druck geraten. Eine kluge, visuell beeindruckende Dokumentation über Wissenschaft, Desinformation und die Frage, wem wir glauben, wenn die nächste Krise kommt.


DIE WILDE NORDSEE – NATUR, DIE SICH NICHT ZÄHMEN LÄSST

 

Niederlande 2025, R+B+Sch: Mark Verkerk, K: Peter van Rodijnen, Sch: Helen Delachaux, M: Sven Figee, 89 min.

 

Ein atemberaubender Blick unter eine bislang verborgene Oberfläche. Die beeindruckende Doku entführt das Publikum auf eine spektakuläre Reise durch eines der am wenigsten erforschten, rauesten und zugleich faszinierendsten Meere Europas.

 

Zwischen tosenden Wellen und geheimnisvollen Tiefen entfaltet sich das verborgene Leben der Nordsee und zeigt zugleich auf, wie wenig wir über sie wissen. Mit einer Fläche von 57.000 Quadratkilometern gehört sie zu den nährstoffreichsten Meeren der Erde. Kameramann Peter Van Rodijnen ist ein erfahrener Taucher und Naturfilmer und kennt die Nordsee gut. In unglaublichen Bildern macht er sichbar, wie vielfältig, widerstandsfähig und verletzlich das Leben unter der Wasseroberfläche ist. Es erschließt sich eine reichhaltige Pflanzenwelt und eine große Vielfalt von Tierarten, vom winzigen Plankton bis zum zehn Meter langen Riesenhai. Ein visuell überwältigendes Naturerlebnsi, das Staunen weckt, zum Nachdenken anregt und trotz deutlicher Kritik an der Hybris des Menschen Raum für Hoffnung lässt. 


FOLKTALES – MIT SCHLITTENHUNDEN INS LEBEN

 

USA/Norwegen 2025, R: Heidi Ewing, Rachel Grady, K: Lars Erlend Tubaas Øymo, Sch: Nathan Punwar, M: T. Griffin, mit: XXX u.a., 105 min.

 

In den weiten, verschneiten Landschaften des arktischen Norwegens verbringen junge Menschen ein ungewöhnliches Jahr fernab von Smartphones, Leistungsdruck und Alltagslärm.

 

In einer traditionellen Volkshochschule lernen sie, mit Schlittenhunden zu arbeiten, in der Wildnis zu überleben und vor allem: auf sich selbst und auf andere zu vertrauen. Folktales erzählt ruhig und einfühlsam vom Erwachsenwerden, von Freundschaft, Verantwortung und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Die Schlittenhunde werden dabei zu Begleitern, Lehrern und Spiegeln, sie fordern Geduld und Mut, schenken aber auch Vertrauen und Nähe.

 

Mit beeindruckenden Naturbildern und großer Nähe zu seinen ProtagonistInnen ist der Film eine berührende, entschleunigende Dokumentation über eine Generation, die zwischen digitaler Welt und dem Wunsch nach echter Verbindung ihren eigenen Weg sucht. Ein warmherziger Film über Natur, Gemeinschaft und darüber, was im Leben wirklich zählt.

 

'Der Dokumentarfilm aus den norwegischen Wäldern ist ein Sehnsuchtsvehikel. Aber auch ein Werk, das einen innehalten lässt, um sich zu fragen, was man will.' - Kino-Zeit

 

'Filmästhetisch aber ist „Folktales” ein schlichtweg betörender Hybrid aus genauer Natur-, Menschen- und Tierbeobachtung.' - Dresdner Neueste Nachrichten

 

'Fazit: Ein liebevoll gemachter Dokumentarfilm mit tollen Aufnahmen und einem sensiblen Blick auf junge Menschen und die Natur.' - Spielfilm.de

 

'„Folktales” ist ein dokumentarischer Coming-of-Age-Film, der mit großer Ruhe und Empathie zeigt, wie junge Menschen jenseits von Bildschirmen zu sich selbst finden. Ein kluger, hoffnungsvoller Film über Natur, Verantwortung und die stille Kraft unmittelbarer Erfahrung.' - film-rezensionen

 

'Ein warmherziger Publikumsliebling.' -The Hollywood Reporter

 

'Ein zu Tränen rührender Feelgood-Film.' - Screen International

 

'Eine zeitlose Geschichte über das Erwachsenwerden.' - Moveable Fest

 

'Hundeliebhaber sollten sich das nicht entgehen lassen. Ehrlich gesagt, sollte das niemand.' - RogerEbert.com 


FUTURE SCIENCE

 

D 2026, R+B+Sch: Marc Pierschel, K: Sarina Laudam, Martina Di Lorenzo, Saskia Mayerhoff u.a., M: Helene Vogelsinger, Syme, mit: Thomas Hartung, Ellen Fritsche, Kristina Bartmann, Marcel Leist, Melanie Ort, Uwe Marx, Jens Kurreck, Merel Ritskes-Hoitinga, Helena Kándárova u.a., 78 min.

 

Mit seinem Dokumentarfilm “Future Science” begleitet Marc Pierschel einen der spannendsten Umbrüche der modernen Wissenschaft: den Abschied vom Tierversuch. Neue Technologien wie Multi-Organ-Chips, 3D-Bioprinting und Künstliche Intelligenz ermöglichen es heute, den menschlichen Körper präziser denn je zu simulieren. Sie eröffnen neue Wege, Krankheiten besser zu verstehen, Medikamente sicherer zu entwickeln und die Auswirkungen von Chemikalien verlässlicher zu beurteilen.

 

Der Film blickt hinter die Kulissen eines milliardenschweren Systems, das seit Jahrzehnten auf Tierversuchen basiert, und stellt die Frage, warum trotz wissenschaftlicher Fortschritte und ethischer Bedenken vielerorts weiterhin an diesem Standard festgehalten wird. Dabei begegnet er ForscherInnen, die mit innovativen Methoden eine neue, menschlichere Wissenschaft vorantreiben und zeigt, welches Potenzial diese Technologien für Medizin, Forschung und Verbraucherschutz bereits heute besitzen.

 

Future Science” ist ein ebenso informativer wie inspirierender Dokumentarfilm über Innovation, Verantwortung und die Zukunft der Forschung und darüber, wie wissenschaftlicher Fortschritt neue Perspektiven für Mensch und Tier eröffnen kann.


GREEN SCREEN TOUR

 

Sieben Filme: 100 min.

 

Sieben Filme, eine Mission: Die Green Screen Filmtour bringt die beeindruckendsten Naturgeschichten des Jahres auf die große Leinwand und zeigt die Schönheit, Vielfalt und Verletzlichkeit unserer Erde in spektakulären Bildern.

 

Ob in den Regenwäldern Borneos, den Savannen Afrikas, den Tiefen der Ozeane oder mitten in den Städten Europas, die ProtagonistInnen dieses außergewöhnlichen Programms eröffnen neue Perspektiven auf die Natur und ihre faszinierenden Bewohner. In “Orang Utans – Die unbekannten Menschenaffen” erleben wir die bedrohten Menschenaffen Borneos so nah wie nie zuvor. “Unter Orcas” taucht gemeinsam mit einer Unterwasserfilmerin und Sängerin Sarah Connor in die geheimnisvolle Welt der Schwertwale ein. “Orchids – Darwin's Conundrum” folgt den Spuren Charles Darwins und den Rätseln einer der faszinierendsten Pflanzenfamilien der Erde. “Stealing Giants” deckt die dramatischen Hintergründe des internationalen Handels mit lebenden Elefanten auf, während “Katavi – Der große Durst” eindrucksvoll zeigt, wie Tiere in einer von extremer Dürre geprägten Landschaft ums Überleben kämpfen. Mit “Earthsounds – Australian Forests” eröffnet sich eine einzigartige Klangreise durch uralte Wälder Australiens, und “Faszination Europa – Wildnis Stadt” beweist, dass selbst in unseren Metropolen überraschende Wildnis direkt vor der Haustür existiert.

 

Die Green Screen Filmtour vereint die preisgekrönten und nominierten Höhepunkte des Green Screen Naturfilmfestival 2025 zu einem außergewöhnlichen Kinoerlebnis. Ein visuell überwältigendes Best-of der internationalen Naturfilmkunst, bewegend, inspirierend und voller unvergesslicher Begegnungen mit der Natur unseres Planeten.


INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN

 

D 2026, R: Nepomuk Pfaff, Sch: Nepomuk Pfaff, Jim Lerch, K: Paul Pack, M: Eike Ebbel Groenewold, mit: Katharina Thalbach, Detlef Hack, Linus Altmann, Sarah Flach, Klaus Schlachter, 87 min.

 

Mit beeindruckenden Makroaufnahmen eröffnet der Dokumentarfilm einen Blick in eine Welt, die meist verborgen bleibt: die Welt der Insekten. Seit hunderten Millionen Jahren prägen sie das Leben auf unserem Planeten, bestäuben Pflanzen, schaffen Nährstoffkreisläufe und bilden die Grundlage zahlreicher Ökosysteme. Ohne sie wäre das Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Die filmische Reise führt von den Anfängen der Insekten vor rund 480 Millionen Jahren bis in die Gegenwart und zeigt, wie eng ihre Geschichte mit jener der Pflanzen, Tiere und letztlich auch der Menschen verbunden ist. Gleichzeitig macht der Film deutlich, wie sehr viele Lebensräume heute unter Druck geraten sind.

 

Neben faszinierenden Einblicken in den Mikrokosmos begleitet der Film LandwirtInnen, die neue Wege gehen und zeigen, wie Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam funktionieren können. Erzählt von Katharina Thalbach und entstanden in Zusammenarbeit mit dem WWF, verbindet „Insekten – Helden im Verborgenen“ eindrucksvolle Naturbilder mit der Frage, wie ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur gelingen kann. Ein ebenso lehrreicher wie visuell beeindruckender Dokumentarfilm über die oft übersehenen Architekten unserer Umwelt.

 


JAZZY CHAOS IM REGENWALD

 

GB/F/USA/Kanada 2026, R: Tim Harper, B: Ricky Roxburgh, Rodrigo Blaas D: Lina Larissa Strahl u.a., 87 min., empfohlen ab 6 Jahren.

 

Ein berührendes und spannendes Animationsabenteuer für die ganze Familie: Das mutige Orang-Utan-Mädchen Jazzy wächst nach einem verheerenden Waldbrand in einem Tierreservat auf, weit entfernt von ihren Eltern, von denen sie damals getrennt wurde. Doch die Sehnsucht nach ihrer Familie lässt sie nicht los. Gemeinsam mit ihrem tierischen Freund begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise durch den Regenwald, um ihre Eltern wiederzufinden.

Auf ihrem Weg entdeckt Jazzy nicht nur die Schönheit und Vielfalt ihrer Heimat, sondern auch die Gefahren, die den Regenwald bedrohen. Mit viel Mut, Witz und Entschlossenheit stellt sie sich den Herausforderungen, die vor ihr liegen.

Produziert von Leonardo DiCaprio und Mike Medavoy und mit der Stimme von Lina Larissa Strahl als Jazzy verbindet der Film spannende Unterhaltung mit einer warmherzigen Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und den Wert unserer Natur. Ein liebevoll erzähltes Kinoerlebnis, das zeigt, dass auch die Kleinsten Großes bewirken können.

 


OCEAN FILM TOUR - 2026

 

Fünf Filme, fünf außergewöhnliche Geschichten und unzählige Begegnungen mit dem Meer: Die International Ocean Film Tour Vol. 12 bringt die Faszination der Ozeane erneut auf die große Leinwand.

 

Auch in ihrer zwölften Ausgabe versammelt die Ocean Film Tour Menschen, die mit Mut, Leidenschaft und Entdeckergeist ihren eigenen Weg gehen. Sie überqueren Ozeane im Ruderboot, leben seit Jahrzehnten auf einem Segelschiff, suchen die perfekte Welle oder widmen ihr Leben dem Schutz der Meere. Dabei entstehen Geschichten über Abenteuer, Freiheit und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur. In „Home Is the Ocean“ begleitet die Tour die Schweizer Familie Schwörer, die seit 25 Jahren auf einem Segelboot um die Welt reist. „A Different Beast“ erzählt von drei schottischen Brüdern, die sich der Herausforderung einer Pazifiküberquerung ohne fremde Hilfe stellen. Die bewegende Dokumentation „The Last Dive“ folgt einem ehemaligen Taucher auf der Suche nach einem Mantarochen, der sein Leben verändert hat. In Christa Funk „First In, Last Out“ steht eine der bekanntesten Surffotografinnen Hawaiis im Mittelpunkt, während „Up the Coast“ mit spektakulären Kite-Abenteuern entlang der südafrikanischen Küste für Tempo und Adrenalin sorgt.

Die International Ocean Film Tour verbindet spektakuläre Bilder mit inspirierenden Lebensgeschichten und macht einmal mehr deutlich, warum die Ozeane zu den faszinierendsten und schützenswertesten Lebensräumen unseres Planeten gehören. 


SALZ UND WASSER

 

D 2025, R+K+Sch: Ines Reinisch, Sch: Nicole Schmeier, Kawe Vakil, M: Sascha Blank, mit: Felix Lauber, Lutz Peine, Torben Rusch, Oleksandr Krinfeld, Sebastian Brück, Falko Möller, Marcus Gutjahr, Rob Middaq, Marrit Jacob, Nzanin Asadi, Mahnuel Ehnis, Martin Melles, Jacob Feller u.a., 106 min.

 

In der eisigen Welt der Antarktis und den rauen Wellen des Südlichen Ozeans untersucht eine internationale Gruppe von Wissenschaftler*innen an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern, ob die Ostantarktis – der größte Eisschild der Erde – durch die globale Erwärmung destabilisiert wird. Ein mögliches Abschmelzen hätte einen globalen Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern zur Folge.

 

Im Zentrum der Expedition steht der Antarktische Zirkumpolarstrom, dessen mögliche Verlagerung warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis bringen könnte. Die Forschenden arbeiten unter extremen Bedingungen: Eisstürme, arktische Kälte und gewaltige Eismassen bestimmen den Alltag, während Proben aus Ozean und Meeresboden unter schwierigsten Umständen gewonnen werden.

Unverzichtbar ist dabei die Zusammenarbeit mit der erfahrenen Schiffsbesatzung. Sie navigiert die Polarstern sicher durch das Packeis und ermöglicht erst die wissenschaftliche Arbeit fernab jeder Zivilisation. Forschung und Seefahrt greifen hier eng ineinander und bilden eine fragile, aber funktionierende Einheit.

 

Die Filmemacherin Ines Reinisch begleitet diese außergewöhnliche Expedition mit ruhiger, beobachtender Kamera. Ihr Film eröffnet einen intimen Blick auf das Leben an Bord – geprägt von Geduld, körperlicher und mentaler Belastung, Verantwortung und dem Bewusstsein für die Verletzlichkeit unseres Planeten.

 

Salz und Wasser ist ein eindringlicher Dokumentarfilm über Klimaforschung unter Extrembedingungen und ein Porträt jener Menschen, die sich im Dienst der Wissenschaft an die Grenzen des Machbaren begeben.


SAME SUN –MIT DEM FAHRRAD DURCH AFRIKA

 

D 2026, R+K: Fabienne Engel, K: Finn Pietsch, Julien Soleil, Naresh Marco Längst, Hannah Rapp, Johannes Müller, Rebekka Nürnberger, Sch: Philipp Becker, M: Jonas Roß, mit: Wiebke Lühmann u.a., 82 min.

 

Am 3. Oktober 2023 verlässt Wiebke Lühmann ihre Heimatstadt Freiburg mit einem bepackten Fahrrad und einer großen Frage im Gepäck: Was passiert, wenn man alles Vertraute hinter sich lässt und einfach losfährt? Vor ihr liegen mehr als 20.000 Kilometer, 22 Länder und eine Reise, die ihr Leben verändern wird. 430 Tage später erreicht sie das Kap der Guten Hoffnung. Dazwischen liegen Wüsten, Regenwälder, endlose Küstenstraßen und unzählige Begegnungen. Sandstürme in der Sahara, technische Pannen, Hitze, Erschöpfung und Momente des Zweifelns begleiten sie ebenso wie Gastfreundschaft, Freundschaften und die beeindruckende Vielfalt eines Kontinents.

 

„Same Sun“ ist weit mehr als die Dokumentation einer außergewöhnlichen Fahrradreise. Der Film erzählt von Mut und Selbstvertrauen, von Einsamkeit und Gemeinschaft und von der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Mit großer Offenheit nimmt Wiebke Lühmann das Publikum mit auf ihren Weg durch Afrika und zeigt, wie sich Perspektiven verändern, wenn man sich Zeit nimmt, Menschen und Landschaften wirklich zu begegnen.


SCARECROWS

 

Lettland/Litaun 2025, R+B: Laila Pakalniņa, Sch: Ieva Veiverytė, K: Māris Maskalāns, mit: Mareks Arbidāns u.a., 90 min. 

 

Flugzeuge starten und landen jeden Tag. Vögel fliegen ebenfalls jeden Tag. Dazwischen arbeiten Menschen, deren Aufgabe es ist, beide Welten voneinander fernzuhalten. „Scarecrows“ begleitet über vier Jahreszeiten hinweg jene SpezialistInnen, die an einem lettischen Flughafen für die Sicherheit auf den Start- und Landebahnen sorgen. Zwischen Rollfeldern, Wäldern, Wiesen und Gewässern beobachten sie Vögel und Wildtiere, analysieren ihre Bewegungen und versuchen, gefährliche Begegnungen zwischen Natur und Technik zu verhindern.

 

Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Laila Pakalniņa verwandelt diesen ungewöhnlichen Arbeitsalltag in ein visuell beeindruckendes Kinoerlebnis. Mit feinem Humor, präzisen Beobachtungen und eindrucksvollen Bildern entsteht das Porträt eines Ortes, an dem sich die Wege von Menschen, Tieren und Maschinen täglich kreuzen. Dabei wird sichtbar, wie fragil das Gleichgewicht zwischen menschlicher Infrastruktur und den natürlichen Lebensräumen ist.

 

„Scarecrows“  ist ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm zwischen Naturbeobachtung und filmischer Poesie, eine ebenso überraschende wie faszinierende Reise in das verborgene Innenleben eines Flughafens.  


SUPER NATURE

 

GB 2025, R+Sch: Ed Sayer, M: Alexandra Hamilton-Ayres, 82 min.

 

Mit “Super Nature“ ist eine außergewöhnliche filmische Liebeserklärung an die Natur entstanden. Gedreht wurde der Film ausschließlich auf analogen Filmformat, das Generationen von Familienfilmen und Reiseerinnerungen geprägt hat. Entstanden ist dabei ein einzigartiges Mosaik aus Bildern, aufgenommen von 40 Filmemacher in 25 Ländern auf fünf Kontinenten. Von Nashörnern und Flamingos über Seepferdchen und Schnecken bis hin zu spektakulären Landschaften eröffnet SUPER NATURE einen ebenso intimen wie universellen Blick auf die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten. Die unterschiedlichen Perspektiven verschmelzen zu einer poetischen Reise rund um die Welt, begleitet von einer eindringlichen Klanglandschaft und Stimmen aus vielen Kulturen und Sprachen.

Regisseur Ed Sayers zeigt die Natur nicht als fernes Spektakel, sondern als Teil unseres gemeinsamen Lebensraums. Dabei erinnert der Film daran, wie eng wir mit der natürlichen Welt verbunden sind und wie leicht diese Verbindung im Alltag verloren gehen kann. Mit seinen warmen analogen Bildern und seiner besonderen Atmosphäre lädt “Super Nature“ dazu ein, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Ein visuell beeindruckendes und zutiefst berührendes Kinoerlebnis über die Schönheit, Vielfalt und Verletzlichkeit unseres Planeten.


TROUGH ROCKS AND CLOUDS / RAÍZ

 

Peru/Chile 2024, R+Sch: Franco García Becerra, B: Annemarie Gunkel, Alicia Quispe, K: Johan Carrasco, Sch: Juan Francisco González, M: Daniel Castro, D: Nely Huayta, Richard Taipe, José Merma, Rubén Huillca 83 min.

 

Vor der eindrucksvollen Kulisse der Anden erzählt “Through Rocks and Clouds“ von Freundschaft, Mut und dem Erwachsenwerden in einer Welt, die sich rasant verändert. Regisseur Franco García Becerra verbindet die poetische Sicht eines Kindes mit einem hochaktuellen Blick auf Umweltzerstörung, Rohstoffabbau und den Kampf um Heimat und Selbstbestimmung. Ein berührender Film über die Kraft von Gemeinschaft, die Schönheit einer bedrohten Landschaft und die Frage, was wirklich zählt, wenn die eigene Welt ins Wanken gerät.

 

Hoch oben in den peruanischen Anden lebt der achtjährige Feliciano mit seiner Familie und hütet die Alpakas seines Dorfes. Seine Welt ist geprägt von weiten Berglandschaften, dem Rhythmus der Natur und seiner großen Leidenschaft: Fußball. Gemeinsam mit seinem jungen Alpaka Ronaldo und seinem treuen Hund Rambo träumt er davon, dass Peru sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Doch hinter der scheinbaren Idylle ziehen dunkle Wolken auf. Ein Bergbauunternehmen setzt die Dorfgemeinschaft zunehmend unter Druck, ihr Land aufzugeben. Ein verseuchter See, eingeschüchterte Familien und die Bedrohung ihrer Lebensgrundlage werfen lange Schatten auf Felicianos Kindheit. Als schließlich sein geliebtes Alpaka verschwindet, beginnt für den Jungen eine bewegende Suche, die ihn mit den Herausforderungen seiner Heimat konfrontiert.

 


Yanuni - Die Stimme des Amazona

 

Ö/D/Brasilien/Canada/USA 2025, R+B+K: Richard Ladkani, Sch: Georg M. Fischer, M: H. Scott Salinas, mit: Juma Xipaia u.a., 112 min.

 

Dem österreichischen Regisseur Richard Ladkani („Sea of Shadows“, „The Ivory Game“) gelingt ein ebenso packender wie zutiefst berührender Dokumentarfilm über Mut, Verantwortung und den Kampf um unsere gemeinsame Zukunft.

 

Im Zentrum steht Juma Xipaia, indigene Anführerin aus dem Herzen des Amazonas, die vom Umweltaktivismus bis in die höchsten politischen Kreise Brasiliens aufsteigt, als zentrale Figur im weltweit ersten Ministerium für Indigene Völker. Ein historischer Moment, getragen von Hoffnung und zugleich überschattet von massiven Bedrohungen.

 

Während Juma politisch um Einfluss, Sichtbarkeit und Schutz für ihr Volk ringt, ist ihr Ehemann Hugo als Agent der Umweltbehörde im Einsatz gegen illegale Goldminen, ein gefährlicher Kampf gegen Zerstörung, Gier und Gewalt. Intim und episch zugleich, verbindet „Yanuni“ hochaktuelle politische Realität mit der überwältigenden Schönheit des Amazonas. Drohnenaufnahmen von majestätischer Wucht treffen auf Momente größter persönlicher Verletzlichkeit. So wird dieser vielfach ausgezeichnete Film zu einem eindringlichen Plädoyer für indigene Souveränität und für den unaufschiebbaren Schutz unseres Planeten. Kino, das aufrüttelt, bewegt und lange nachhallt.

 

Oscars 2026: Auf der Shortlist für Bester Dokumentarfilm
Berlinale: Cinema for Peace Award (International Green Film Award)
Tribeca Filmfestival: Abschlussfilm
Savannah Filmfestival: Beste Regie, Bester Dokumentarfilm
Filmfestival São Paulo: Publikumspreis
SunCine Filmfestival: Bester Dokumentarfilm
Montrose Filmfestival: Publikumspreis u.v.m.

 

'Packend und zutiefst menschlich.' - Variety 

 

'Hochaktuell und inspirierend.' - The Wrap 


Weitere Details zum Programm folgen!

 

Alle Vorstellungen im Cinema Paradiso Baden.
Infos & Karten: www.cinema-paradiso.at | Tel: 02252-25 62 25